Laputa und die Großen Ritterspiele

Laputa_-_GrandvilleDie Insel Laputa schwebt seit jeher über den Wolken. Deren Bewohner genießen die gute Luft, das exotische Essen und die Abgeschiedenheit in vollen Zügen und geben sich ganz dem Streben nach besseren Leistungen in deren Lieblingsbeschäftigung hin: Dem Sport. Das ruft bei den Erdgebundenen allenthalben Neid und Missgunst hervor, denn bekanntlich macht das Training in großen Höhen stark und schnell und bei den regelmäßig stattfindenden Ritterspielen bringen die Laputianer immer haufenweise Gold mit nach Hause.
Gerne würde der Rest der Welt wissen, ob die Menschen aus Laputien wegen der dort wachsenden Kräuter und nicht nur wegen der Höhenluft so famose Sportler sind? Aber vor den Kontrollen muss immer erst eine Bohnenranke gepflanzt werden, mit deren Hilfe man hinauf nach Laputien klettern kann. Das ist auf Dauer viel zu mühsam, weshalb es nur wenige Kontrollen von Nicht-Laputianern gibt.
Aber weil in Laputien niemand mit einer Kontrolle gerechnet hat, ist es gewitzten Detektiven der »Wir-Achten-Darauf-Agentur (WADA)« doch tatsächlich gelungen, den Laputischen Despoten nachzuweisen, dass sie mit verbotenen Kräutern nachgeholfen haben. Als Konsequenz hat der erdgebundene »Internationale-Ausschuss-Alteingesessener-Funtionäre (IAAF)« beschlossen: Laputien darf bis auf weiteres nicht an regelmäßig stattfindenden Ritterspielen teilnehmen. Punktum!
Das aber passte dem großmächtigen »Internationalen-Opportunistischen-Komittee (IOC)«, dem Gastgeber der alle vier Jahre wiederkehrenden Ritterspiele (einem Ereignis mit großem weltweiten Ansehen und – ganz nebenbei, einer wichtigen Geldquelle) gar nicht. Um benachteiligten Sportlern zu helfen, hatte dieses dereinst ganz uneigennützig beschlossen, dass Flüchtlinge, Heimat- oder mittellose Athleten als Ritter unter der Flagge des IOC teilnehmen dürfen*.
Für solche Länder, die ihre Athleten gezwungen haben, die verbotenen Kräuter zu nehmen (damit dem Land noch größerer Ruhm zuteil werde), ist dies ein willkommenes Hintertürchen. Auf diese Weise gelingt es, sich über das Urteil der IAAF und WADA hinwegzusetzen und beliebten Athleten die Teilnahme an den Spielen doch noch zu ermöglichen. Zur Mehrung von Ruhm und Ehre – und zum Füllen des eigenen Goldbeutels. Denn Zuschauer wollen selbstverständlich nur den Besten der Besten zujubeln. Versteht sich.
Wird es in Zukunft zwei Klassen von Ritterspielen geben – mit und ohne Einsatz leistungssteigernder Kräuter? Wie auch immer: Die Bewohner der Insel Laputa werden auch weiterhin über allem stehen, mit der Gewissheit, dass Ruhm und Geld mehr wert sind als Fairness und Anstand.
Schaut mal nach oben – vielleicht schwebt die Insel ja gerade über euren Köpfen.
(Unabhängige Olympiateilnehmer)

What do athletes have to say about eves? Results of a survey.

Mobile device designed to simplify doping control

Unannounced doping controls – that means a lot of restrictions for both competitive athletes as well as doping control officers (DCOs): submission of a detailed schedule of the day’s activities on the part of the athlete, and unnecessary trips into the field on the part of the DCO if the athlete’s schedule changed at the last minute. The eves client was designed to make this process easier. The wearable device sends out a signal from the location of the wearer after receiving a specific request from the DCO. A survey shows that both athletes and DCOs approve of such a device.
Competitive athletes agree: the Anti-Doping Admission and Administration System (ADAMS), used in Germany since 2007, is cumbersome. All locations have to be entered in advance. If a DCO is unable to locate an athlete and the athlete thus misses a test, the athlete is at risk of disqualifying for an event. DCOs also voice negative feedback: athletes do not disclose their “whereabouts” voluntarily because compliance is a requirement for participating in competitions. Transmission of data abroad is problematic, as is privacy protection of third parties, for example the athlete’s partner, as data is gathered about that individual as well.
The eves client was designed to simplify this situation for both athletes and DCOs. The device is small enough to fit inside a pocket or can be fastened onto clothes. It transmits the location of an athlete when it receives a request to do so by a DCO via an encrypted channel. These requests are then logged and can be viewed by the athlete. The device does not show the whereabouts of the athlete continually. Basic information necessary to plan control rounds is still provided to DCOs via ADAMS. The eves client simply allows athletes greater freedom and better data protection because the athlete’s location is only transmitted upon specific requests. It does not record a pattern of movement. With the device, the risk of “missed tests” is reduced – which results in time savings on the part of DCOs and less costs for the institutions involved.

Survey evidences interest in an eves client

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880 competitive athletes, including Olympians from London and Sochi, as well as 80 DCOs were surveyed regarding this concept in October. The response was positive: 69 percent of DCOs and 56 percent of athletes indicate that such a localization device would reduce their work load. The response of athletes who had already missed a test was even more positive -70 percent. Other factors include concerns regarding the security of data stored with ADAMS: 84 percent of the competitive athletes surveyed are very concerned about data security and would like to know where the data collected is stored. 81 percent want to be assured that their data is protected from unauthorized access and misuse.
The survey also asked questions regarding the timeliness of ADAMS: a third of DCOs complained that last minute schedule changes on the part of athletes were the main cause of missed tests. However, 80 percent of athletes insist that the data they entered into ADAMS always, or almost always, corresponds to their actual whereabouts. However, two thirds of RTP athletes also indicated they had already missed tests. Should eves be implemented, almost two thirds of those surveyed would not change their diligent use of ADAMS.
An app that came on the market in 2014 also generated great interest. Using this app, athletes could make changes to their schedule in ADAMS while on the go. Just a few months after launch, this app was used by approx. two thirds of those surveyed. More than half of the users indicated that they had not considered security gaps in the app; 43 percent acknowledged that the app has to access several smartphone services. Despite a demonstrated high degree of sensitivity with regard to data protection, athletes seem to be willing to try any available means that will lead to improved usability. eves meets these needs and also provides a high level of data security and transparency.

Was sagen Athleten zu eves? Ergebnisse einer Befragung

Mobiles Gerät soll Dopingkontrollen erleichtern

Unangekündigte Dopingkontrollen – das bedeutet für Leistungssportler und Kontrolleure einige Einschränkungen: Kleinschrittige Dokumentation des Tagesablaufs für Athleten und vergebliche Fahrten für Kontrolleure, wenn sich bei den Sportlern kurzfristig Änderungen ergeben. Der eves-Client soll Abhilfe schaffen – das tragbare Gerät sendet auf konkrete Abfrage durch den Kontrolleur ein Signal vom Aufenthaltsort seines Trägers. Eine Umfrage hat die Akzeptanz eines solchen Geräts bei Kontrolleuren und Athleten überprüft.
Jeder Spitzensportler kennt es: das seit 2007 in Deutschland genutzte Anti-Doping Admission and Administration Systems (ADAMS) ist aufwändig. Das frühzeitige Einpflegen aller Aufenthaltsorte im Voraus, verpasste Tests, wenn die Kontrolleure vergeblich versuchen, den Athleten aufzufinden und die daraus resultierende Gefahr einer Sperre. Kritik kommt auch von Seiten der Datenschützer: Die Athleten geben ihre »Whereabouts« nicht freiwillig preis, denn die Zustimmung ist Voraussetzung für die Teilnahme an Wettkämpfen. Problematisch ist auch die Übermittlung der Daten ins Ausland sowie die Verletzung von Rechten Dritter, also beispielsweise die des Partners, über den gleichzeitig Daten gesammelt werden.
Der eves-Client soll diese Situation für Athleten und Kontrolleure vereinfachen. Das Gerät ist bequem in der Tasche oder an der Kleidung tragbar und übermittelt den Aufenthaltsort des Sportlers, wenn dies durch den Kontrolleur über einen verschlüsselten Kanal angefordert wird. Diese Anfragen werden protokolliert und können später durch die Athleten eingesehen werden. Das Gerät zeichnet nicht permanent auf, wo sich der Sportler befindet. Grundlegende Informationen zur Planung der Kontrollfahrten erhalten die Kontrolleure weiterhin über ADAMS. Der eves-Client ermöglicht den Sportlern mehr Freiheit und höhere Datensicherheit, weil Aufenthaltsorte nur nach konkreter Abfrage übermittelt werden und kein Bewegungsprofil aufgezeichnet wird. Das Risiko von »Missed tests« sinkt – eine Zeitersparnis für die Kontrolleure und weniger Kosten für die beteiligten Institutionen.

Umfrage belegt Interesse an eves-Client

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880 Leistungssportler, u.a. Olympiateilnehmer von London und Sotchi und 80 Kontrolleure wurden im Oktober 2014 zu dieser Idee befragt. Die Resonanz fällt positiv aus: 69 Prozent der Kontrolleure und 56 Prozent der Athleten geben an, dass ein Lokalisierungsdienst ihre Arbeit sehr erleichtern würde. Von den Athleten, die bereits eine Kontrolle verpasst haben, sind es sogar 70 Prozent. Grund dafür sind sicher auch die Bedenken bzgl. der Datensicherheit von ADAMS: 84 Prozent der befragten Leistungssportler sind an Datenschutzfragen sehr interessiert und wüssten gerne, wo die gesammelten Informationen gespeichert werden. 81 Prozent der Athleten möchten ihre Daten vor Ausspähung gesichert wissen.
Die Umfrage enthielt auch Fragen zur Aktualität von ADAMS: Ein Drittel der Kontrolleure bemängelte, dass kurzfristige Änderungen durch die Sportler die Hauptursache für verpasste Tests sind. 80 Prozent der Athleten dagegen sind davon überzeugt, dass ihre Angaben in ADAMS fast immer oder immer mit ihren tatsächlichen Aufenthaltsorten übereinstimmen. Zwei Drittel der RTP-Athleten gaben jedoch auch an, bereits Kontrollen versäumt zu haben. Sollte eves eingeführt werden, will beinah zwei Drittel der Befragten nichts an der gewissenhaften Nutzung von ADAMS ändern.
Groß ist auch das Interesse an einer App, die 2014 auf den Markt kam. Athleten können mit ihrer Hilfe Änderungen in ADAMS von unterwegs einpflegen. Bereits wenige Monate nach der Einführung wurde die App von rund zwei Drittel der Befragten genutzt. Über die Hälfte der Nutzer gaben an, dass Sie über die Sicherheitslücken der App noch nicht nachgedacht haben; 43 Prozent nehmen bewusst in Kauf, dass die App auf einige Dienste des Smartphones zugreift. Trotz der nachgewiesen hohen Sensibilität für Themen des Datenschutzes, scheinen die Athleten jede zur Verfügung stehende Möglichkeit zu nutzen bereit sein, die zu einer Verbesserung der Gebrauchstauglichkeit beiträgt. eves entspricht diesen Bedürfnissen und sorgt gleichzeitig für hohe Datensicherheit und Transparenz.

Fraunhofer AISEC

aisecAt the Fraunhofer Institute for Applied and Integrated Security AISEC, the main focus is the development of application-oriented security solutions and their custom integration in existing systems. The core competences of Fraunhofer AISEC’s approximately 80 highly qualified scientific and technical employees lie in the areas of hardware security and the security of embedded systems, product and intellectual property protection, network security, and security in cloud- and service-oriented computing. Their clients operate in a variety of industrial sectors, such as the chip card industry, telecommunications, the automotive industry, and mechanical engineering, as well as the software and healthcare industries. The goal is to support and improve the competitiveness of their clients and partners in the manufacturing and service sectors as well as those in the public sector.
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