Was sagen Athleten zu eves? Ergebnisse einer Befragung

Mobiles Gerät soll Dopingkontrollen erleichtern

Unangekündigte Dopingkontrollen – das bedeutet für Leistungssportler und Kontrolleure einige Einschränkungen: Kleinschrittige Dokumentation des Tagesablaufs für Athleten und vergebliche Fahrten für Kontrolleure, wenn sich bei den Sportlern kurzfristig Änderungen ergeben. Der eves-Client soll Abhilfe schaffen – das tragbare Gerät sendet auf konkrete Abfrage durch den Kontrolleur ein Signal vom Aufenthaltsort seines Trägers. Eine Umfrage hat die Akzeptanz eines solchen Geräts bei Kontrolleuren und Athleten überprüft.
Jeder Spitzensportler kennt es: das seit 2007 in Deutschland genutzte Anti-Doping Admission and Administration Systems (ADAMS) ist aufwändig. Das frühzeitige Einpflegen aller Aufenthaltsorte im Voraus, verpasste Tests, wenn die Kontrolleure vergeblich versuchen, den Athleten aufzufinden und die daraus resultierende Gefahr einer Sperre. Kritik kommt auch von Seiten der Datenschützer: Die Athleten geben ihre »Whereabouts« nicht freiwillig preis, denn die Zustimmung ist Voraussetzung für die Teilnahme an Wettkämpfen. Problematisch ist auch die Übermittlung der Daten ins Ausland sowie die Verletzung von Rechten Dritter, also beispielsweise die des Partners, über den gleichzeitig Daten gesammelt werden.
Der eves-Client soll diese Situation für Athleten und Kontrolleure vereinfachen. Das Gerät ist bequem in der Tasche oder an der Kleidung tragbar und übermittelt den Aufenthaltsort des Sportlers, wenn dies durch den Kontrolleur über einen verschlüsselten Kanal angefordert wird. Diese Anfragen werden protokolliert und können später durch die Athleten eingesehen werden. Das Gerät zeichnet nicht permanent auf, wo sich der Sportler befindet. Grundlegende Informationen zur Planung der Kontrollfahrten erhalten die Kontrolleure weiterhin über ADAMS. Der eves-Client ermöglicht den Sportlern mehr Freiheit und höhere Datensicherheit, weil Aufenthaltsorte nur nach konkreter Abfrage übermittelt werden und kein Bewegungsprofil aufgezeichnet wird. Das Risiko von »Missed tests« sinkt – eine Zeitersparnis für die Kontrolleure und weniger Kosten für die beteiligten Institutionen.

Umfrage belegt Interesse an eves-Client

Chart_Auswertung
880 Leistungssportler, u.a. Olympiateilnehmer von London und Sotchi und 80 Kontrolleure wurden im Oktober 2014 zu dieser Idee befragt. Die Resonanz fällt positiv aus: 69 Prozent der Kontrolleure und 56 Prozent der Athleten geben an, dass ein Lokalisierungsdienst ihre Arbeit sehr erleichtern würde. Von den Athleten, die bereits eine Kontrolle verpasst haben, sind es sogar 70 Prozent. Grund dafür sind sicher auch die Bedenken bzgl. der Datensicherheit von ADAMS: 84 Prozent der befragten Leistungssportler sind an Datenschutzfragen sehr interessiert und wüssten gerne, wo die gesammelten Informationen gespeichert werden. 81 Prozent der Athleten möchten ihre Daten vor Ausspähung gesichert wissen.
Die Umfrage enthielt auch Fragen zur Aktualität von ADAMS: Ein Drittel der Kontrolleure bemängelte, dass kurzfristige Änderungen durch die Sportler die Hauptursache für verpasste Tests sind. 80 Prozent der Athleten dagegen sind davon überzeugt, dass ihre Angaben in ADAMS fast immer oder immer mit ihren tatsächlichen Aufenthaltsorten übereinstimmen. Zwei Drittel der RTP-Athleten gaben jedoch auch an, bereits Kontrollen versäumt zu haben. Sollte eves eingeführt werden, will beinah zwei Drittel der Befragten nichts an der gewissenhaften Nutzung von ADAMS ändern.
Groß ist auch das Interesse an einer App, die 2014 auf den Markt kam. Athleten können mit ihrer Hilfe Änderungen in ADAMS von unterwegs einpflegen. Bereits wenige Monate nach der Einführung wurde die App von rund zwei Drittel der Befragten genutzt. Über die Hälfte der Nutzer gaben an, dass Sie über die Sicherheitslücken der App noch nicht nachgedacht haben; 43 Prozent nehmen bewusst in Kauf, dass die App auf einige Dienste des Smartphones zugreift. Trotz der nachgewiesen hohen Sensibilität für Themen des Datenschutzes, scheinen die Athleten jede zur Verfügung stehende Möglichkeit zu nutzen bereit sein, die zu einer Verbesserung der Gebrauchstauglichkeit beiträgt. eves entspricht diesen Bedürfnissen und sorgt gleichzeitig für hohe Datensicherheit und Transparenz.

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Datenschutz? Statement von Dr. Thilo Weichert

Das Doping-Bekämpfungssystem weltweit der WADA und auf deutscher Ebene der NADA ist aus Datenschutzsicht eigentlich nicht akzeptabel: Sportlerinnen und Sportler, die an internationalen Wettbewerben teilnehmen wollen, sind gezwungen, sich einer datenschutzwidrigen, teils menschenunwürdigen Prozedur zu unterwerfen. Ein zentraler Aspekt dieser Prozedur ist die Pflicht, über das System ADAMS der WADA dauernd die eigenen Aufenthaltsorte (die sog. Whereabouts) viele Wochen im Voraus offenzulegen, um für Doping-Kontrolleure unangemeldet jederzeit erreichbar zu sein.
Mit dem System eves werden die systematisch angelegten Datenschutzverstöße bei der NADA bzw. der WADA nicht beseitigt. Doch ist das System geeignet, das Whereabout-Verfahren flexibler und vor allem datenschutzfreundlicher zu gestalten. Gewährleistet wird zum einen, dass kein unüberschaubarer anonymer Kreis von Personen und Stellen in der Lage ist, den persönlichen Aufenthaltsort der Betroffenen auszuspionieren. Zugleich ermöglicht das Verfahren, wenn es von der WADA und der NADA akzeptiert wird, dass der Nachmeldedruck auf die Athletinnen und Athleten abgebaut wird, wodurch eine spontanere Lebensgestaltung möglich wird.
Ich wünsche mir, dass eves bis zur Praxisreife weiterentwickelt und dann global von der WADA, zumindest aber von der NADA angeboten wird. Bestehen bleibt unsere Forderung als Datenschützer, das gesamte Doping-Bekämpfungsverfahren auf datenschutzgerechte und verhältnismäßige Beine zu stellen.
Thilo Weichert, Leiter des Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein, Dezember 2014.